Einstieg und Figuren
Creality CR-Scan Ferret SE oder Revopoint POP 3 Plus. Leicht, mit Farbe, gut für Figuren und mittelgroße Teile.
Zuletzt geprüft: · von Daniel Waechter
Kurz gesagt: Ein 3D-Scanner macht aus einem echten Gegenstand ein 3D-Modell, das du bearbeiten und drucken kannst. Für Einsteiger und Figuren reicht oft ein günstiger Structured-Light-Scanner. Für maßhaltige Ersatzteile lohnt sich ein Laser-Scanner, und wichtiger als die beworbene Genauigkeit ist die Größe deiner Objekte.
Alle technischen Werte auf dieser Seite sind Herstellerangaben. Wir haben die Scanner nicht selbst getestet. Preise nennen wir nur, wenn wir einen Euro-Preis in einem EU-Shop geprüft haben. Aktuell: Preis beim Hersteller prüfen.
Gut zu wissen: Ein Scan ist ein Netz aus Dreiecken (Mesh). Für Teile mit Bohrungen und Passungen zeichnest du das Teil meist anhand des Scans im CAD nach. Für Figuren kannst du den Scan oft direkt drucken.
Viele aktuelle Geräte kombinieren zwei Verfahren (Hybrid), zum Beispiel Laserlinien für Details und Infrarot für große Flächen.
Genauigkeit sagt, wie nah die Maße am echten Objekt liegen. Auflösung (Punktabstand) sagt, wie feine Details sichtbar werden. Hersteller nennen oft die Einzelbild-Genauigkeit. Für ganze Objekte zählt die volumetrische Genauigkeit, die mit der Objektlänge wächst. Beispiel: 0,05 mm + 0,1 mm × L (m) bedeutet bei einem 50 cm langen Teil bis zu 0,1 mm Fehler.
Eine unabhängige Studie der HafenCity Universität Hamburg, vorgestellt beim ISPRS-Kongress 2026, hat drei günstige Handscanner mit zwei Profigeräten verglichen, als Referenz diente ein ZEISS-ATOS-5-System. Ergebnis: Der 3DMakerpro Moose kam in einigen Fällen nah an die Profigeräte heran. Die beiden Revopoint-Scanner (POP 3 Plus und MetroX) zeigten geringe Genauigkeit und systematische Abweichungen. Zur Studie (Kersten, Marsmann, Przybilla 2026) ↗
Herstellerangaben, geprüft am 24.10.2026. * Creality nennt für den Otter je nach Seite 0,05 mm oder 0,02 mm, wir zeigen den vorsichtigeren Wert.
| Modell | Technik | Genauigkeit (mm) | Objektgröße | Betrieb | Passt für | Preis (€) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Creality CR-Scan Ferret SE ↗ | Infrarot-Structured-Light, Farbe | 0,1 mm | – | – | Einstieg | Preis beim Hersteller prüfen |
| Creality CR-Scan Otter ↗ | NIR-Stereo-Structured-Light | bis 0,05 mm* | 10–2.000 mm | PC | Mittelgroße Teile, Figuren | Preis beim Hersteller prüfen |
| Creality CR-Scan Raptor ↗ | 7 blaue Laserlinien + NIR | bis 0,02 mm | – | PC | Technische Teile | Preis beim Hersteller prüfen |
| Revopoint POP 3 Plus ↗ | Infrarot-Structured-Light, 2 Kameras | 0,08 mm (Einzelbild) | Arbeitsabstand 150–400 mm | PC, WLAN | Einstieg, Farbe | Preis beim Hersteller prüfen |
| Revopoint INSPIRE 2 ↗ | 11 Infrarot-Laserlinien + Structured Light | 0,05 mm; vol. 0,05 + 0,1 mm × L | bis 2 × 2 × 2 m | PC oder Handy (WLAN) | Mobil, auch draußen | Preis beim Hersteller prüfen |
| Revopoint MIRACO ↗ | eigenständiger 3D-Scanner | 0,05 mm | – | ohne PC (eigener Bildschirm) | Unterwegs, ohne PC | Preis beim Hersteller prüfen |
| Shining 3D EINSTAR 2 ↗ | 17 Laserlinien + Infrarot-VCSEL | nicht veröffentlicht | bis Ganzkörper | kabellos, Akku | Dunkle/glänzende Teile | Preis beim Hersteller prüfen |
| Shining 3D EinScan Rigil ↗ | Laser + Infrarot (Hybrid) | vol. 0,04 + 0,06 mm/m | – | – | Profi | Preis beim Hersteller prüfen |
| 3DMakerpro Moose ↗ | Blaues LED-Licht, Farbe | 0,03 mm | 15–1.500 mm | PC | Präzise Teile | Preis beim Hersteller prüfen |
| Bambu Lab S1 ↗ | noch nicht veröffentlicht | – | – | – | Angekündigt für Nov. 2026 | Preis beim Hersteller prüfen |
| Elegoo M1 Ultra ↗ | noch nicht veröffentlicht | – | – | kabellos, Touchscreen | Angekündigt | Preis beim Hersteller prüfen |
Creality CR-Scan Ferret SE oder Revopoint POP 3 Plus. Leicht, mit Farbe, gut für Figuren und mittelgroße Teile.
Creality CR-Scan Otter. Großer Objektbereich von 10 bis 2.000 mm.
Creality CR-Scan Raptor, Shining 3D EINSTAR 2 oder 3DMakerpro Moose. Laser oder blaues Licht für feine Details.
Revopoint INSPIRE 2 (auch am Handy) oder Revopoint MIRACO (ohne PC).
Shining 3D EinScan Rigil. Hybrid aus Laser und Infrarot mit Angabe der volumetrischen Genauigkeit.
Bambu Lab S1 (November 2026) und Elegoo M1 Ultra sind angekündigt. Daten folgen.
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Das hängt von der Objektgröße ab. Für Einsteiger und mittelgroße Teile passen günstige Structured-Light-Scanner wie Creality CR-Scan Ferret SE oder Revopoint POP 3 Plus. Für technische Teile mit engen Maßen sind Laser-Scanner wie Creality CR-Scan Raptor oder Shining 3D EINSTAR 2 besser geeignet.
Oft ja, aber selten ohne Nacharbeit. Der Scanner liefert ein Netz (Mesh). Für Ersatzteile mit Passungen zeichnest du das Teil meist anhand des Scans in einem CAD-Programm nach.
Die Genauigkeit sagt, wie nah die gemessenen Maße am echten Objekt liegen. Die Auflösung (Punktabstand) sagt, wie fein Details erfasst werden. Ein Scanner kann fein auflösen und trotzdem bei den Maßen danebenliegen.
Sie beschreibt den Fehler über das ganze Objekt. Angaben wie 0,05 mm + 0,1 mm × L (m) heißen: Grundfehler 0,05 mm, dazu 0,1 mm pro Meter Objektlänge. Für große Teile ist dieser Wert wichtiger als die Einzelbild-Genauigkeit.
Bei dunklen, glänzenden oder durchsichtigen Teilen oft ja, vor allem bei Structured-Light-Scannern. Laser-Scanner kommen laut Herstellern bei vielen dunklen und glänzenden Teilen ohne Spray aus. Durchsichtiges Material braucht fast immer Spray.
Marker helfen dem Scanner, seine Position zu finden. Das ist wichtig bei glatten, symmetrischen Teilen ohne markante Form. Sie sind Zubehör und werden aufgeklebt oder auf eine Platte gelegt.
Für grobe Formen und Figuren kann eine Handy-App reichen. Für maßhaltige Teile ist ein eigener 3D-Scanner deutlich besser, weil er Tiefe direkt misst.
Bei vielen Scannern ja, die Software rechnet viel. Manche Modelle arbeiten auch mit Handy oder Tablet (zum Beispiel Revopoint INSPIRE 2 per WLAN) oder ganz ohne PC (Revopoint MIRACO). Die Systemanforderungen stehen beim Hersteller.
Herstellerangaben gelten unter Idealbedingungen. Eine Studie der HafenCity Universität Hamburg (ISPRS 2026) fand große Unterschiede: Der 3DMakerpro Moose kam teils nah an teure Profigeräte heran, die beiden Revopoint-Geräte im Test (POP 3 Plus und MetroX) zeigten deutliche Abweichungen.
Einsteigergeräte beginnen bei einigen hundert Euro, Laser- und Profigeräte kosten deutlich mehr. Preise ändern sich oft. Wir nennen nur geprüfte Euro-Preise, deshalb steht hier: Preis beim Hersteller prüfen.
Ja, Bambu Lab hat den S1 für November 2026 angekündigt. Technische Daten und Preis hat Bambu Lab noch nicht veröffentlicht.
Elegoo hat den M1 Ultra angekündigt, kabellos und mit Touchscreen. Ein Erscheinungsdatum und offizielle technische Daten fehlen noch.
Nein. Die Werte sind Herstellerangaben, ergänzt um eine unabhängige Studie. Eigene Tests ergänzen wir, sobald wir sie gemacht haben.
Bei den offiziellen Support-Seiten der Hersteller. Die Links sammeln wir auf unserer Seite Hersteller-Support.
Gebräuchlich sind auch Handscanner, Handheld-3D-Scanner oder Streifenlichtscanner (für Structured Light). Das Ergebnis heißt Scan, Punktwolke oder Mesh.
Quellen: Herstellerseiten (in der Tabelle verlinkt), Creality Scanner-Übersicht 2026, Revopoint Produktübersicht, ISPRS-Studie 2026, 3Druck.com (Meldungen zu Bambu Lab S1 und Elegoo M1 Ultra).